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Samstag, 19. August 2017

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Katastrophenschutz


Tätigwerden bei Notfällen aller Art


Der Katastrophenschutz im Frieden und der Schutz der Zivilbevölkerung vor besonderen Gefahren eines Krieges (Zivilschutz) sind Aufgaben des Staates.

 

Das Deutsche Rote Kreuz in der Bundesrepublik Deutschland wirkt in Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben und im Rahmen seiner Möglichkeiten bei Maßnahmen des Zivil- und Katastrophenschutzes mit.

 

Das DRK wird auch ohne behördlichen Auftrag tätig, wenn Menschen in Not geraten sind. Dieses gilt insbesondere bei einer Lage gemäß Artikel 63 des IV. Genfer Rotkreuz-Abkommens (Weiterarbeit im besetzten Gebiet).

 

Das DRK als anerkannte nationale Rotkreuz-Gesellschaft und als Partner der Behörden und Institutionen in Bund, Ländern, Gemeindeverbänden und Gemeinden regelt seine Tätigkeit bei Katastrophen und Notständen aller Art sowie Form und Umfang seiner Mitwirkung im staatlichen Zivil- und Katastrophenschutz in der Katastrophenschutz-Vorschrift (K-Vorschrift).

 

Rechtliche Grundlagen


  • Die Grundsätze des Roten Kreuzes
  • Die Anerkennungsbedingungen für nationale Rotkreuz-Gesellschaften
  • Internationale Resolutionen
  • Satzung des Deutschen Roten Kreuzes

 

Entsprechend den Anerkennungsbedingungen und in Wahrnehmung der satzungsgemäßen Aufgaben gemäß den Grundsätzen des Roten Kreuzes, hat sich das DRK gegenüber der Bundesregierung zu Mitwirkung im Zivil- und Katastrophenschutz bereiterklärt.

 


Der DRK-Landesverband Niedersachsen im Katastrophenschutz


In Niedersachsen sind in den Bereitschaften der 50 Kreisverbände des Landesverbandes Niedersachsen und 10 Kreisverbänden des Landesverbandes Oldenburg ca. 9.500 freiwillige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer organisiert. Sie wirken an allen satzungsgemäßen Aufgaben des DRK mit. Die Schwerpunkte dieser Tätigkeiten orientieren sich vordringlich an Notlagen vor Ort.

 

Eine Mitwirkungspflicht besteht für Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz.

 

Basierend auf den genannten rechtlichen Grundlagen sind zur Wahrnehmung der Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz in den Kreisverbänden des DRK-Landesverbandes Niedersachsen Einsatzformationen gebildet:

 

Einsatzzüge

  • "multifunktional": Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Technik und Sicherheit
  • einsetzbar sowohl in Katastrophenfällen, bei Großschadensereignissen und zur Verstärkung des Rettungsdienstes
  • "schnelleinsatzfähige" Gruppen zum sofortigen bedarfsgerechten Einsatz
  • aufgrund der universellen Ausbildung aller Helfer einsatzbar in einem Sanitäts- oder Betreuungseinsatz.

 

In Niedersachsen stellt das DRK 83 Einsatzzüge mit einer Personalstärke (Doppelbesetzung) von 4.980 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.(11 Einsatzzüge davon im Bereich des DRK-Landesverbandes Oldenburg).

 

[mehr zu den Einsatzzüge]

 

Schnelleinsatzgruppen (SEG)

 

entweder

  • rein sanitätsdienstliche, betreuungsdienstliche oder rettungsdienstliche Ausrichtung

oder

  • sanitätsdienstliche und betreuungsdienstliche Ausrichtung

oder

  • rettungsdienstliche und sanitätsdienstliche Ausrichtung.

 

Schnelleinsatzgruppen sind Einrichtungen des (erweiterten) Rettungsdienstes und auf Landesebene in Niedersachsen nicht rechtlich geregelt. Die Aufstellung und einsatztaktische Einordnung im Rahmen eines Konzeptes MANV (Massenanfall von Verletzten) erfolgt durch den zuständigen Träger des Rettungsdienstes, z.B. den Landkreis. Je nach örtlichen Anforderungen haben die SEGn ganz unterschiedliche Größen und Strukturen.

 

DRK-Landesvorhaltung Niedersachsen

 

Für die überörtliche Unterstützung von Einsatzen steht eine Einsatzreserve des Landesverbandes bereit, die aus der DRK-Hilfszugabteilung hervorgegangen ist. Neben der Katatstrophenschutzlager in Hannover-Misburg stehen 11 Außenlager bereit, in denen insgesamt Unterkunfts- und Betreuungsmaterial für über 5.000 Personen vorgehalten wird. Hierzu gehören Feldbetten, Decken, Zelte, Essensbehälter usw.

 


DRK-Hilfeleistungspotential


Neben den Einheiten und Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes kann das DRK in Niedersachsen im Bedarfsfall auf weitere Ressourcen zurückgreifen. Hierzu gehören z.B.

  • Bergrettungsdienst (Bergwacht Harz)
  • Wasserrettungsdienst
  • Rettungshundestaffeln
  • Jugendrotkreuz
  • Suchdienst
  • Einrichtungen der Sozialarbeit
  • Unterstützungseinheit Betroffenenbetreuung und Information (UEBI)
  • DRK-Rettungsdienst

 


Quelle:

DRK-Landesverband Niedersachsen e.V.

Referat II/11

Stand Dezember 2009



 

 

Weitere Informationen:

[Katastrophenschutz in Niedersachsen]

 

 


Letzte Änderung:02.05.2011