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Monday, 22. January 2018

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Digitalfunk

Historie


Im Rahmen des Schengener Übereinkommens vom 19.06.1990 (Art. 44) beschloss Deutschland gemeinsam mit anderen europäischen Staaten den Wegfall der Grenzkontrollen ab dem 01.09.1993; drei Jahre Später kamen weitere Länder hinzu.

 

Als Ausgleich für den Wegfall der Grenzkontrollen und wegen der Neuorganisation der europäischen Sicherheitsorgane sollte ein einheitliches digitales Sprach- und Datenfunknetz für die BOS eingerichtet werden.

 

Startschuss für den Digitalfunk in Niedersachsen war der 01. Juni 2007.

An diesem Tag wurde der erste Netzabschnitt für Niedersachsen (Netzabschnitt Lüneburg) bei der dafür zuständigen Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) abgerufen. Dies signalisierte den Beginn der Netzplanung in Niedersachsen.

 

Im Januar 2008 (Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, LPPBK, P26-0265, vom 17. Januar 2008) wurde schließlich ein Projekt zum Aufbau und zum Betrieb des Landesnetzes in Auftrag gegeben, in dem die bestehende Arbeitsgruppe (AG) "Digitalfunk" aufging.

 

Die Zentrale Polizeidirektion (ZPD) in Hannover erhielt mit diesem Erlass die Verantwortung für die operative Systemeinführung. Die ProjektGruppe Digitalfunk BOS Niedersachsen (PGDiNi) wurde eingerichtet.

 

Die Internetseiten der PGDiNi informiert ausführlich über den digitalen BOS-Funk (TETRA) und die Umsetzung in Niedersachsen: [Link zur PGDiNi]

 


 

Für den Wechsel zur digitalen Technik sprechen nicht nur technische Verbesserungen wie Frequenzökonomie oder Abhörsicherheit (siehe Leistungsmerkmale). Auch wirtschaftlich bedingte Aspekte sind zu beachten:

Bereits jetzt konzentrieren sich die Hersteller von Kommunikationstechnik im Bereich "Funk" fast ausschließlich auf digitale Funktechnik. Entwicklungsarbeit im Analogbereich wird nicht mehr betrieben und es ist absehbar, dass selbst die Produktion von Analogfunktechnik in näherer Zukunft vollkommen eingestellt werden wird. Auswirkungen dieser Entwicklung zeigen sich bereits heute bei der schwierigen Ersatzteilbeschaffung und der Presientwicklung für Analoggeräte und Zubehör.

 

Ein weiterer Faktor ist die geplante Einziehung der analogen Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur.

 

Im Ergebnis wird es zukünftig ein bundesweit einheitliches digitales Sprech- und Datenfunksystem aller BOS geben.

 

Das heißt: Kommunikation aller BOS-Einsatzkräfte in einem Funknetz!

 


 

[Leistungsmerkmale des neuen digitalen Funknetzes]

 


Letzte Änderung:05.08.2011