Kopfleiste
Donnerstag, 27. April 2017

 Startseite > Aufgabenbereiche > Kurzwelle
Kurzwelle

 

Die Erfahrungen u.a aus dem Elbe-Hochwasser 2002 zeigen, dass auch Deutschland nicht vor dem großflächigen Ausfall von Kommunikations-verbindungen (Festnetz, Mobilfunk, Internet) geschützt ist. Für das Deutsche Rote Kreuz ist die verbandsinterne Kommunikation aber auch in Krisen- und Notlagen elementar wichtig - sowohl für die Einbindungen in den Zivil- und Katastrophenschutz, als auch für die Aufgaben als "Nationale Rotkreuz-gesellschaft". Gerade hierfür ist eine eigenständige und unabhängige Kommunikationsstruktur wichtig.

 

Für die direkte (von Infrastruktur und Providern/Netzbetreibern un- abhängige) Kommunikation wurde zwischen 2007 und 2011 im Rahmen des Projektes "DRK-HFnet" ein Kurzwellenfunknetz zwischen dem Bundes-verband (DRK-Generalsekretariat Berlin) und den Landesverbänden (Landesgeschäftsstellen) aufgebaut. Dieses ermöglicht im Notfall einen Kommunikation auf der oberen Verbandsebene des DRK.

 

Alle in der Erstaustattung ausgelieferten Anlagen sind im Eigentum des DRK-Bundesverbandes. Den DRK-Landesverbänden ist es möglich, das Netz durch weitere Anlagen in ihrem Zuständigkeitsbereich zu erweitern. Ferner sind die Anlagen kompatibel mit denen von anderen nationalen Rotkreuzgesellschaften und auf internationaler Ebene (Ausstattung der Nothilfeeinheiten / Emergency Response Units - ERU). Im Bedarfsfall ist dadurch eine Kommunikation weltweit sowie technischer Austausch von Komponenten und Systemen möglich. Derzeit wird das DRK-HFnet aber ausschließlich als geschlossenes nationales Netz betrieben.

 

Das Netz besteht aus

  • Feststationen
  • Mobil-/Portabelstationen

Die Systemkomponenten sind bei beiden Anlagentypen weitgehend identisch. Die mobilen Anlagen können durch ein GPS-Interface zur Standortbestimmung und -übermittlung erweitert werden.

 

Übersicht der [Systemkomponenten]

 


 

Der DRK-Landesverband Niedersachsen betreibt eine Feststation am Standort Hannover-Misburg. Diese Anlage wird durch die Fachdienstbereitschaft operativ und technisch betreut.

 

Das System wurde im Oktober 2011 übergeben und befindet sich derzeit im Testbetrieb. Bei der Installation konnt auf die bestehende Infrastruktur (Antennen) der ehemaligen Kurzwellenfunkstelle der Hilfszugabteilung zurückgegriffen werden.

 

Die Anlage wird zukünftig in die [Fernmeldezentrale] der FDB integriert sein.

 


Amateurfunk


Durch einige lizenzierte Funkamateure bei der Fachdientbereitschaft ist im Bedarfsfall auch eine Kommuni-kation auf den Kurzwellenbereichen des Amateurfunkdienstes möglich. Hierüber kann ggf. Kontakt zur Bevölkerung in betroffenen Gebieten oder anderen Organisationen und Einheiten hergestellt werden.

 

Diese Möglichkeit stellt eine zusätzliche Redundanzebene für eine Kommunikation dar. Funkamateure sind unmittelbar nach einem Ereignis (Naturkatastrophen o.ä.) oftmals die einzigen, die Kontakt zur Außenwelt herstellen können. Im Rahmen von "Notfunkaktivitäten" unterstützen Funkamateure die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) bei der Bewältigung von Schadensereignissen, z.B. durch die Übermittlung von Hilfeersuchen Betroffener oder Weiterleitung anderer Meldungen.

 

Eine Zusammenarbeit mit Funkamateuren in der Region befindet sich im Aufbau...

 


Historie


Der Kurzwellenfunk hat im Roten Kreuz eine lange Tradition. Ende der 1950er-Jahre wurden für internationale Hilfseinsätze erstmals Kurzwellenfunkanlagen eingesetzt. Viele Jahrzehnte lang wurde darüber bei Einsätzen im Ausland die Kommunikation mit der Leitstation DEK88 in Meckenheim bei Bonn sichergestellt. Betrieben wurden die Anlagen von DRK-Spezialkräften aus den damaligen Hilfszugabteilungen, die meist aus dem Bereich der Funkamateure kamen.

 

[Historie Kurzwelle]

 


Letzte Änderung:06.07.2013