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Monday, 22. January 2018

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Organisation

Begrifferklärungen



Der Funkdienst der BOS ist Teil des nömL.

 

BOS =

Behörden und

Organisationen mit

Sicherheitsaufgaben

 

nömL =

nicht-

öffentlicher

mobiler

Landfunkdienst

 


Beteiligte am BOS-Funk


Grundlage für den Funk der BOS ist die BOS-Funkrichtlinie in der Fassung vom 29.06.2000. Darin wird der Kreis der zur Teilnahme am Funkdienst der BOS berechtigten klar festgelegt. Die folgende Aufteilung in "polizeilich" und "nichtpolizeilich" erfolgt nur zur besseren Gliederung. Alle weiteren Ausführungen beziehen sich auf den nichtpolizeilichen Bereich.

 

Polizeilicher BOS-Funk

  • Polizei der Bundesländer
  • Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz - BGS)
  • Zoll
  • Behörden und Dienststellen mit Sicherheits- und Vollzugsaufgaben sofern die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit anderen BOS vom Bundesinnenmisterium bestätigt worden ist
  • Landeskriminalämter (LKA)
  • Bundeskriminalamt (BKA)
  • Landesämter für Verfassungsschutz (LfV)
  • Bundesamt für Verfassungschutz (BfV)
  • u. a.

 

Die Funkrufnamen leiten sich zumeist aus Ortsnamen oder ähnlichen Bezeichnungen ab oder es werden Vornamen bzw. andere taktische Bezeichnungen (Decknamen) benutzt. Der zum Großteil noch vorherrschende analoge Funkverkehr wird ggf. (technisch recht einfach) verschlüsselt. Außerdem sind bei der Polizei "Codeziffern" üblich, das sind Zahlenkombinationen, die für bestimmte Begriffe bzw. Sachverhalte stehen.

 

Polizeiliche Sicherheitsbehörden betreiben zum Teil aber auch bereits seit längerer Zeit digitale Funknetze. Diese sind meist örtlich begrenzt und für "Sonderaufgaben" genutzt. Genauere Informationen hierzu sind aus verständlichen Gründen nicht öffentlich verfügbar.

 

Nichtpolizeilicher BOS-Funk

  • Feuerwehren (Berufs-, Freiwillige, anerkannte Werk-/Betriebsfeuerwehren)
  • Technisches Hilfswerk (THW)
  • Katastrophenschutzbehörden und -einrichtungen
  • Hilfsorganisationen im Rahmen des Katastrophen- und Zivilschutzes
  • Leistungserbringer der "Notfallrettung" (öffentlich beauftragter Rettungsdienst)

 

Aus der obigen Aufstellung geht klar hervor, daß Hilfsorganisationen wie das DRK keine generelle Berechtigung zur Teilnahme am BOS-Funk ALS ORGANISATION haben, sondern nur im Rahmen ihr übertragener Aufgaben im Katastrophen- und Zivilschutz. D.h. ein Fahrzeug des Sozialen Dienstes darf NICHT mit BOS-Funk ausgerüstet werden, ein RTW oder KTW nur dann, wenn er im öffentlich beaufragten Rettungsdienst fährt oder in Einheiten des erweiterten Rettungsdienstes (z.B. Schnelleinsatzgruppen - SEG) oder Katastrophenschutzes eingebunden ist.

 

Die Rufnamen im nichtpolizeilichen BOS-Bereich sind weitgehend identisch aufgebaut.

 

Sie setzen sich zusammen aus

  • organisationsbezogener Kennung
  • Ortsname/Leitstellenbereich
  • Ordnungszahl (Ziffernblöcke)

 


Kennwörter für nichtpolizeiliche BOS


BOS-Teilnehmer

4-Meter

2-Meter

Feuerwehr

Florian

Florentine

Deutsches Rotes Kreuz (DRK) 
Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) 
 
Wasserwacht des DRK 
 
Wasserwacht des BRK 
 
Bergwacht des DRK / BRK

Rotkreuz 
 
 
Neptun 
  
Wasserwacht 
 
Bergwacht

Äskulap 
  
 
Neptun 
  
Wasserwacht 
  
Bergwacht

Johanniter Unfall-Hilfe (JUH)

Akkon

Jonas

Arbeiter Samariter-Bund (ASB)

Sama

Samuel

Malteser Hilfsdienst (MHD)

Johannes

Malta

Private Rettungsdienste und   
Krankentransportunternehmen *1, Rettungsdienst der Landkreise

Rettungsdienst oder Rettung

 

Deutsche Lebensrettungs-   
gesellschaft (DLRG)

Pelikan

Pelikan 
(Adler) *2

Bundesverband für das Rettungshundewesen (BRH)

Antonius

Antonius

Deutsche Gesellschaft zur   
Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)

Triton   
 

 

Technisches Hilfswerk (THW)

Heros

Heros

Katastrophenschutzbehörden   
und -einheiten, Deichverbände

Leopold   
Kater   
Hydra

Leopoldine   
Katharina   
Hydra

Rettungshubschrauber (RTH) 
   
Ambulanzhubschrauber 

Christoph  
  
Ambulanz 
Flugwacht

   
   
 

Hubschrauber "Search and Rescue"-Dienst (SAR) der Bundeswehr

SAR

 

Rettungsleitstellen der Landkreise bzw. kreisfreien Städte

Leitstelle

 

 

 

zu *1:

Private Hilfsdienste bekommen lt. BOS-Funkrichtlinie nur eine Genehmigung, wenn sie in den komunalen Katstrophenschutz oder Rettungsdienst (Beauftragung) eingebunden sind und damit eine Zusammenarbeit mit anderen BOS bzw. der Rettungsleitstelle nötig ist.

 

zu *2:

Die DLRG hat entsprechend BOS-Funkrichtlinie keine allgemeine BOS-Berechtigung. Für den örtlichen Einsatzfunk wurden ihr exklusiv spezielle Frequenzen im 2m-Betriebsfunkbereich (also außerhalb des BOS-Bereichs) zugeteilt. Hier wird aber nach "BOS-Regeln" und mit dem Rufnamen "ADLER" gefunkt. BOS-Funk nutzt die DLRG im Rahmen der Einbindung in den landeseigenen Katastrophenschutz (z.B. Wasserrettungszüge).

 

Hinweis zum polizeilichen Bereich:

Als Kennwörter im Polizeibereich werden gebiets- oder aufgabenbezogene Namen (meist abgeleitet aus Orts-/Landschaftsbezeichnungen) verwendet.

 


Letzte Änderung:29.11.2011