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Monday, 22. January 2018

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Technische Grundlagen

Elektromagnetische Wellen


Eine elektromagnetische Welle ist eine Schwingung, die sich ständig wiederholt und sich dabei räumlich ausbreitet. Die Wellenlänge ist ein kompleter Zyklus von einer Nullinie zum positiven Höchstwert (Wellenberg) über die Nullinie zum negative Höchstwert (Wellental) wieder zurück zur Ruhelage. Die Amplitude ist der Abstand zwischen Nullinie und dem positive bzw. negativem Höchstwert. Die Frequenz (f, in Hertz - Hz) ist die Anzahl der Schwingungen (Zyklen) pro Sekunde.

 

Funkwellen über 30 kHz (Hochfrequenz - HF) breiten sich durch Wechselwirkungen elektrischemund magnetischem Feld frei im Raum aus und erzeugen eine Feldsträke (E), deren Maßeinheit Mikrovolt pro Meter (µV/m) ist.

 

Die jeweilige ungefähre Wellenlänge bestimmt die gebräuchliche Bezeichnung (Frequenzband), wie 4m- und 2m-Bereich.

 

Die genaue Wellenlänge (Lambda) errechnet sich aus der Ausbreitungeschwindigkeit (c) der Funkwellen (300 000 km/s oder 300 000 000 m/s) geteilt durch die Frequenz (f).

 

Durch die Angabe der Lichtgeschwindigkeit wird auch die Ausbreitung der Funkwellen dieses Bereichs deutlich - nämlich ähnlich wie das Licht. Man sprich von einer quasi-optischen Ausbreitung. D.h. Empfang besteht überall dort wo eine Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger besteht. Der etwas größere Empfangbereich auch außerhalb der direkten Sichtlinie kommt durch Reflexion und Streuung zustande.

 




Frequenzbereich


2m-Band

 

165,210 - 165,690 MHz (Unterband)

172,160 - 170,290 MHz (Oberband)

 

und

 

167,560 - 169,380 MHz (Unterband)

172,160 - 173,980 MHz (Oberband)

 

Kanalabstand 20 KHz

Bandabstand 4,6 MHz

 

insgesamt 117 Kanäle/Kanalpaare

 

4m-Band

 

74,215 - 77,475 MHz (Unterband)

84,015 - 87,255 MHz (Oberband)

 

Kanalabstand 20 KHz

Bandabstand 9,8 MHz

 

insgesamt 163 Kanäle/Kanalpaare

 


Modulation


Die (z.B. in Kanaltabellen angegebene) Frequenz entspricht der Frequenz der sogenannten Trägerwelle in der Ruhelage. Diese wird mittels eines Oszillators (Stabilisierung durch Quarze) erzeugt. Die tatsächliche Frequenz schwangt im Rhythmus der Sprachschwingungen um die Ruhelage (Frequenzmodulation - FM).

 

Zur ausreichenden Sprachverständlichkeit genügt die Übertragung des Frequenzbereichs zwischen 300 Hz und 3000 Hz (3 KHz).

 


Letzte Änderung:22.12.2011