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Monday, 22. January 2018

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Verkehrsarten

 

Die Verkehrsart beschreibt den technischen Ablauf des Funkverkehrs:

Richtungsverkehr


Auf einer Seite wird nur gesendet, auf der anderen nur empfangen (Beispiel: Funkalarmierung)


Wechselverkehr (W)


Auf beiden Seiten kann entweder gesendet oder empfangen werden. Es wid nur eine Betriebsfrequenz benötigt. Ein Antennenumschalter schalten zwischen Sende- und Empfangsbetrieb um.


Gegenverkehr (G)


Auf beiden Seiten kann gleichzeitig gesendet und empfangen werden. Es wird ein Frequenzpaar benötigt (Unter- und Oberband). Funkgeräte im Gegensprechbetrieb senden i.d.R. im Unterband und empfangen im Oberband (Betriebsart U/G). Ortsfeste Relaisstationen arbeiten in unterschiedlicher Bandeinstellung. Als besondere Verkehrsart gilt es noch den "bedingten Gegenverkehr" (bG) zu erwähnen. Hierbei wird zwar mit einem Frequenzpaar gearbeitet, wie beim Wechselsprechen schaltet aber ein Antennenumschalter zwischen Sende- und Empfangsbetrieb um. Es kann also bei diesen Geräten nicht während des Sendens auf dem Kanal mitgehört werden, d.h. man hört bei einer Relaisverbindung seine Stimme nicht im Hörer als Aussendung der Relaisfunkstelle, wie es sonst bei Gegensprechen üblich ist. Geräte mit "bG" sind technisch einfacher und daher preiswerter als voll gegensprechfähige Funkgeräte


Relaisverkehr (RS)


Ein Funkgerät im Relaisbetrieb schaltet den Empfängereingang unmittelbar auf den Senderrausgang durch. Es wird immer ein gegensprechfähiges Gerät benötigt. Dauerhafte Relaisfunkstellen sind meist größere Anlagen, die ein entsprechendes Funkgerät neben Zusatzgeräten und einer Notstromversorgung (Pufferbatterien o.ä.) enthalten. IUK-Einheiten sind mit ihrer Ausstattung in der Lage mobile Relaisfunkstellen zu errichten.

  • RS1 ("Kleine Relaisfunkstelle"):
    Wiederaussenden des empfangenen Signals über den Sender des gleichen Gerätes
  • RS2 ("Große Relaisfunkstelle"):
    Wiederaussenden des empfangenen Signals über den Sender eines zweiten Gerätes (Verbindung zweier Sprechfunkverkehrskreise; auch unterschiedlicher Bandlagen)
  • RS3:
    wie RS1, Durchschaltung nur bei Empfang eines Tonrufsignals. An den Hörerausgang wird dazu ein Relaisstellenzusatz mit Tonrufauswerter angeschlossen
  • RS4:
    wie RS3, zusätzlich Sprachauswertung zur Abschaltung des Sender nach Gesprächsende. Moderne Relaisstellen tasten den Sender nicht bei Empfang eines Tonrufs auf, sondern durch Auswertung der Trägerwelle, d.h. durch Sprachsteuerung

Bezeichnungen der RS-Betriebsarten lt. Technischer Richtlinie (TR) BOS:

 

RS1 = RS 1 Th

RS2 = RS 2 Th

RS3 = RS 1 Ez

RS4 = RS 1 Enz oder RS 1 Snz


Letzte Änderung:29.11.2011